Ernst Jakob Christoffel – Der Vater der Blinden, Taubstummen und Niemandskinder
In der hingebungsvollen Arbeit des deutschen Pfarrers Ernst Jakob Christoffel, der im Orient sein Leben in die Unterstützung von behinderten Menschen stellte, liegen die Wurzeln von LICHT FÜR DIE WELT:
32-jährig reist er 1908 in die Türkei, wo er, betroffen von der großen Anzahl an blinden und behinderten Menschen, die auf der Straße ein elendes Dasein fristen, beschließt zu helfen:
Er gründet das erste Blindenheim, doch gemäß seinem Grundsatz "Kein Hilfesuchender soll abgewiesen werden" füllt sich das Haus bald auch mit anders behinderten und Straßenkindern. "Niemandskinder" werden sie von Christoffel genannt.
Nach seiner Ausweisung aus der Türkei 1919 lässt er sich nicht entmutigen sondern reist Jahre später in den Iran weiter. 1925 – 1928 entstehen dort zwei Heime für blinde und anders behinderte Jugendliche. Während des Zweiten Weltkriegs wurde Christoffel verhaftet und verbrachte mehrere Jahre in Anhaltelagern. Erst 1951 machte er sich erneut auf den Weg nach Persien, um sein Lebenswerk fortzuführen und behinderte Menschen zu unterstützen.
1955 starb er in Isfahan, wo er begraben liegt.
Gemäß seinem Lebensmotto "Die Tat der Liebe ist die Predigt, die jeder versteht" setzt LICHT FÜR DIE WELT das Werk von Ernst Jakob Christoffel fort. Im Namen dieser österreichischen Fachorganisation lebt der Geist ihres Gründers E. J. Christoffel weiter, er steht für den Einsatz für augenkranke, blinde und anders behinderte Menschen in den Armutsgebieten unserer Erde.
Im vorigen Jahr 2008 war ein ganz besonderes Jubiläum - gleich zwei Mal:
Vor über 100 Jahren legte Pfarrer Ernst Jakob Christoffel mit der Gründung des ersten Blindenheims die Wurzeln für jene Arbeit, die LICHT FÜR DIE WELT seit nunmehr mehr als 20 Jahren erfolgreich leistet. Christoffels Keim ist durch die Gründung von LICHT FÜR DIE WELT 1988 auch in Österreich zu einer Pflanze herangewachsen. Und diese Pflanze trägt mittlerweile Früchte: In 115 Hilfsprojekten in 16 Ländern wurden 2008 insgesamt 600.000 Menschen untersucht.
Weitere Informationen: www.licht-fuer-die-welt.at